Dahin, wo’s weh tut

SELFHTML-Gründer Stefan Münz äußerte sich heute im im SELFHTML-Forum zu seinem Ausstieg aus dem Projekt. Unter anderem schrieb er:

[…]Ausserdem entdeckt dieses eigentlich typische Stammpublikum von SELFHTML, die „Normalos“, so ganz allmaehlich, dass man im Web auch ohne HTML und all das publizieren kann. Ganz schicke Sachen gibt es da, allein schon, was man mit einem kostenlosen Google-Account alles veroeffentlichen kann, oeffentliche Kalender, Notebooks, Spreadsheets, Web-Alben, Videos, Blogs, eigene Diskussionsgruppen … die Leute lernen allmaehlich, dass aktives Webworking nicht mehr zwangslaeufig bedeutet, sich erst mal lange und demuetig irgendwelchen voellig unbekannten Programmiersprachen und Netzprotokollen zu widmen. […]

[…] aber die Beschreibungs- und Programmiersprachen im Web haben fuer mich ihre fruehere Bedeutung als „Eintrittskarte in die Welt des Webworkings“ verloren. Und aus dem gleichen Grund auch SELFHTML, so hart das klingen mag. […]

Autsch, das tut weh.

Die Energie des Verstehens und HTML-Dateien selbst erstellen haben im modernen Web 2.0 keinen Platz mehr?

Vielleicht ist das so. Für mich ist das aber noch lange kein Grund, in diesem Blog den WYSIWYG-Editor einzuschalten. Auch Frontpage & Co. kommen bei mir auch weiterhin nicht auf die Platte. Ohne „die Energie des Verstehens“ kann ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen. Dafür gehört Stefan Münz meine ewige Dankbarkeit.

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